Corvashafen

Corvashafen, Juwel der Westküste Westerholds.

Corvashafen im Jahr 722

Malerisch gelegen auf den nördlichen Ausläufern der Roten Klippen überschaut die prosperierende Hafenstadt die Mündung des Ochs ins große Meer. Seit ihrer Gründung durch den großen Entdecker und Abenteurer Norden Ter Atlan, mauserte sich das vormals kleine Fischerdorf mit nur einem einzelnen Anleger in den letzten Jahren zu einer inzwischen mittelgroßen Hafenstadt mit 450 Einwohnern, die über drei große Handelsschiffsanleger verfügt.

Die Roten Klippen dienen der Stadt als natürlicher Schutz sowohl gegen die Launen des Meeres, als auch gegen alles andere Ungemach, das von See kommen könnte. Im Nord-Osten ruht auf dem höchsten Punkt der Klippen das Haus des Stadthalters Knitter, welches mit seinen fast 10 Schritt Höhe und dicken Mauern fast wie ein Burgfried wirkt. Von hier aus hat der Stadthalter einen guten Überblick über das Meer, den Hafen und die Flussmündung.

Die Geschäfte der Stadt werden vom Stadthalter in Zusammenarbeit mit Stadtrat geführt. Wie man hört – manchmal auch bis auf die Straße – soll es auf den Zusammenkünften des Stadtrat öfter hoch hergehen. Doch trotz des üblichen Hin und Her zwischen Interessen wahren, Möglichkeiten nutzen und Unsinn vermeiden, hat der Rat bis jetzt noch immer tragfähige Entscheidungen zum Wohle der Stadt getroffen.

Zum Schutz der Stadt wurde in Corvashafen die „Knüppelglocke“ gebaut. Dieses einmalige Alarmsystem kann von jedem Einwohner der Stadt in einer Gefahrensituation ausgelöst werden. Daraufhin eilen dem Bedrohten nicht nur die Keilergarde (Stadtwache), sondern auch jede und jeder wehrfähige Erwachsene mit dem „Knüppel“ zur Hilfe. Diesen erhält jeder Bürger mit Vollendung des 16. Lebensjahres.

In Corvashafen haben inzwischen die verschiedensten Gewerke ihren Platz gefunden. Neben Betrieben, die sich konkret oder auch im weiteren Sinne mit dem Bau und der Instandhaltung von Schiffen beschäftigen, wie Bootsbauer, Segelmacher, Zimmermann und Seiler, haben sich inzwischen auch eine Vielzahl Handwerker angesiedelt: Schmied, Steinmetze und Böttcher um nur ein paar zu nennen. Nach wie vor sind einige der alteingesessenen Familien auch noch als Fischer tätig, die sich aber inzwischen auf dem täglichen Fischmarkt ein gutes Zubrot verdienen können.

Von besonderer Bedeutung sind die beiden Brauereien: Faselbräu und Nordenbräu. Ursprünglich vereint unter dem Dach der Brauerei Gebrüder Zech haben sich die Brüder jedoch so nachhaltig zerstritten, dass sie nun im gegenseitigen Wettstreit um das beste Bier miteinander wetteifern und die Straßenseite wechseln, wenn sie sich durch Zufall in der Stadt begegnen. Nebst diesen beiden Bieren gibt es noch drei weitere Spezialitäten, die man nur in Corvashafen finden kann:

  • Zum einen, den „Konter- Baron“, ein sehr potentes Leichtbier, das besonders wegen seiner würzigen Geschmacks und leichten Trinkbarkeit sehr geschätzt wird.
  • Dann gibt es noch den „Finster-Bock“, ein Getränk das von den Einwohnern als „Finsterstein“ oder einfach nur „Stein“genannt wird, da es, auf Grund seines hohen Alkoholanteils und speziellen Eigenschaften nur in einem Steinkrug serviert werden kann.
  • Zu guter Letzt gibt es noch den Keiler-Grog, ein Heißgetränk, das besonders bei der Stadtwache und den Seemännern anklang findet. Ökonomischer Dreh- und Angelpunkt stellt in Corvashafen jedoch der Handel da.

Als zentraler Umschlagplatz für alle Waren aus und nach Westerhold, die auf dem Seeweg gehandelt werden, hat sich inzwischen eine große Angebotspalette unter den Händlern entwickelt, von denen jeder seinen eigenen Schwerpunkt verfolgt: Gewürze, Getreide, Tuche… es gibt nichts, was in Corvashafen nicht gehandelt wird.

Tatsächlich munkelt man hinter vorgehaltener Hand auch von weniger seriösen Geschäften, allerdings konnten diesbezüglich bislang noch keine belastbaren Aussagen gesammelt werden. Selbstverständlich finden sich in Corvashafen auch die in einer Hafenstadt zu erwartenden Dienstleistungen. Neben verschiedenen kleinen Wirtshäusern, die sich zwischen gediegenem Gasthaus und Spelunke einsortieren lassen, findet man dort auch ein Badehaus und … das was sich auch gerne Badehaus nennt, aber doch eher ein Etablissement für eine andere Art von Entspannung ist.

Und da Besuche in letzterem eher kostspielig sind, hat sich in der Nähe auch eine Pfandleihe angesiedelt. Da den Stadtvätern und -müttern das Wohlergehen ihrer Einwohner und Besucher am Herzen liegt (möglicherweise aber auch der finanzielle Zuwachs, den diese ihnen sichern) haben sie dafür Sorge getragen, dass seit kurzem ein Heiler und ein Apotheker nach Corvashafen gezogen sind.

Besonders stolz ist man in Corvashafen jedoch auf das örtliche Gebetshaus, in dem Glaubensrichtungen verschiedenster Herkunft und Ausrichtung eine Gebetsnische besetzen und dort in Friede und Eintracht sich dem Seelenheil von Einwohnern und Besuchern annehmen.

Wenn du Fragen zu Corvashafen hast, beantworten diese gerne der Stadthalter von Corvashafen – kurz: Knitter oder seine rechte Hand: Anders. Dafür einfach den Button klicken und in unserem Westerholder Discord-Kanal die Frage stellen.